Samstag, 11.07.2020 09:01 Uhr

Rückkehr zur Meisterpflicht

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Magdeburg, 17.12.2019, 18:13 Uhr
Presse-Ressort von: Ulrich Behrens Bericht 7064x gelesen
Detlef Gürth ist neuer Landesvorsitzender der MIT Sachsen-Anhalt
Detlef Gürth ist neuer Landesvorsitzender der MIT Sachsen-Anhalt  Bild: cdulsa.de

Magdeburg [ENA] Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung von Sachsen-Anhalt forderte die Rückkehr zur Meisterpflicht, die damit den Mittelstand stärkt. Der Deutsche Bundestag beschloss vor kurzem, die Rück- kehr zur Meisterpflicht in 12 Gewerken. Die Mittelstandsvereinigung (MIT- der CDU-CSU)...

...wertet in Sachsen-Anhalt den Beschluss als großen Erfolg für den Mittelstand im Land. Dazu erklärte der Landesvorsitzende der MIT Detlef Gürth: “Der Meisterbrief ist Garant für Qualität der Arbeit und der beruflichen Ausbildung. Die Abschaffung der Meisterpflicht in einigen Gewerken hat sogar zu einer Verschärfung des Fachkräftemangels im Handwerk geführt. Die Ursache dafür war, dass zahlreich entstandene Kleinstfirmen nicht ausgebildet haben.

Rückkehr zur Meisterpflicht – hochwertige Ausbildung

Mit der Rückkehr zur Meisterpflicht wird die hochwertige berufliche Ausbildung ebenso wie die Qualitätsarbeit des Handwerks und des Verbraucherschutzes gestärkt. Davon werden auch die Betriebe und Kunden hierzulande profitieren. Wir haben uns seit Jahren auf allen Ebenen für die Wiedereinführung der Meisterpflicht in zentralen Gewerken stark gemacht. Es hat sich gezeigt, dass die Abschaffung der Meisterpflicht im Jahre 2004 ein Fehler war. Danach ist nicht nur die Qualität der Arbeit, sondern auch die Qualität der Ausbildungsleistung in diesen Gewerken stark zurückgegangen.

Einigung mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

Auf Initiative der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung konnte schließlich eine Einigung mit dem Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier erreicht werden, in welchen Gewerken die Kriterien für eine Meisterpflicht erfüllt werden. Nun soll die Meisterpflicht zum 1. Januar 2020 für Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Betonstein-Terrazzohersteller, Estrichleger, Behälter- und Apparatebauer, Parkettleger, Rollen- und Sonnenschutztechniker, Drexler- und Holzspielzeugmacher, Böttcher, Glasveredler, Schilder- und Lichtreklamehersteller, Raumausstatter und Orgel- und Harmonium-Bauer wieder eingeführt werden. Die Wiedereinführung gilt aber nur für neu gegründete Betriebe.

Bestehende Betriebe haben Bestandsschutz. Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung setzt sich weiterhin für eine Stärkung des Dualen Ausbildungssystems ein. “Wir haben immer für das Handwerk gekämpft. Die Einführung einer Meistergründungsprämie in Sachsen-Anhalt war eine zentrale Forderung des Mittelstandes. Wir freuen uns, dass der Bund angekündigt hat, dass Meister-Bafög in den kommenden Jahren weiter aufzustocken. Heute ist ein guter Tag für das Handwerk”, erklärte Gürth abschließend in seinem Statement.

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