Freitag, 19.10.2018 21:27 Uhr

Tor-Flut zwischen Paderborn und Magdeburg

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Paderborn, 24.09.2018, 18:16 Uhr
Presse-Ressort von: Ulrich Behrens Bericht 5259x gelesen
Torjubel SC Paderborn
Torjubel SC Paderborn  Bild: Sportfoto SC Paderborn

Paderborn [ENA] Das war eine außergewöhnliche Tor-Flut in einem 2.-Liga-Spiel in der Fußball-Bundesliga. Denn der SC Paderborn 07 und der 1. FC Magdeburg trennten sich in einem dramatischen Match mit einem 4:4-Unentschieden. Unter den choristisch begeistert mitgehenden...

...etwa 11 000 Zuschauern befanden sich auch 2.200 aus der Elbestadt. Aus Sorge um die teilweise bisherige Treffer-Armut in den letzten 2.-Liga-Vergleichen krempelte der Coach des 1. FC Magdeburg kräftig seine Formation um. Für Dennis Erdmann, Björn Rother, Rico Preisinger und Felix Lohkemper wechselte er Tobias Müller, A. Ignjoviski, Richard Weil und Marius Bülter in die Start-Elf.

Der SC Paderborn leicht favorisiert

Bei diesem Wechsel dachte Härtel sicher an das 0:0-Unentschieden an den anderen Ost-Westphalen-Kontrahenten Arminia Bielefeld vor 6 Tagen. Auch insofern war der SC Paderborn leicht favorisiert, denn er nahm einen mittleren Tabellenplatz gegenüber dem 1. FC Magdeburg mit Platz 16 ein. Es war ein kurioser Spielbeginn: Schon nach einer dreiviertel Minute hatte der FCM-Angreifer Bülter schon die 1. Torschuss- Chance. Er scheiterte jedoch an dem Ex-Magdeburger Leopold Zingerle im SCP-Tor.

Angriffs-Power durch Paderborn

Danach entfachten die Gastgeber ein wahrhaft spielerisches Feuerwerk. Eine Flanke des angreifenden Paderborner Mohamed Dräger landete vor dem FCM-Tor. Hier erwischte der abwehrende Tobias Müller den Ball und lenkte ihn unglücklich in das eigene Tor zum 0:1. Bereits 6 Minuten später gelang es dem Angreifer der Hausherren Bernard Tekpetey mit einem satten Schuss ins linke untere Eck zum 2:0 für die Gastgeber einzunetzen. Die Elbestädter hatten in dieser Phase viel damit zu tun, ihre Abwehrleistung zu stabilisieren und die Grundordnung zu verbessern. Fast hätte der 2:0-Torschütze in der 20. Minute einen weiteren Treffer landen können.

Die Elbestädter verstärkten ihre Gegenwehr

Doch der 1. FCM -Angriff blies jetzt verstärkt zur Gegenwehr und lies gefährliche Pass-Folgen in der gegnerischen Hälfte folgen. So konnte der stets läuferisch intensiv auftretende Gästeangreifer Marcel Costly in der 27. Minute zum 1:2 verkürzen. Dadurch richtete sich seine Mannschaft bis zur Halbzeit spielerisch gut auf. Doch nach dem Wechsel erwischte es die Elbe-Städter wieder "kalt". Der neu in die SCP-Mannschaft eingewechselte Sebastian Vasiliadis überwand den gegnerischen Torwart Brunst und schoss zum 3:1 für die Hausherren ein (61. Minute).

Christian Beck mit zwiegespaltener Gedankenwelt

Unmittelbar danach (63. Minute) verkürzte der Goalgetter der Magdeburger Christian Beck, der trotz seiner zwiegespaltenen Gedankenwelt - seine Freundin erwartet unmittelbar in diesen Stunden ihren Nachwuchs - zum 2:3. Doch der Ex-Magdeburger Tobias Schwede erhöhte für sein Team auf 4:2 (77. Minute), und 5 Minuten später verkürzte Lohkemper auf 3:4. Doch in den letzten Minuten (90+2) Minuten der Nachspielzeit konnte der FCM durch einen Elf-Meter das 4:4-Unentschieden durch Philip Türpitz erzielen.

Trainerstimmen:

Jens Härtel (Magdeburg): "In einem packenden Spiel spielten beide Mannschaften mit offenem Visier. Im Gegenzug hat Paderborn aus der ersten Möglichkeit das Tor gemacht und nachgelegt. Meine Jungs haben aber auch aus der Anfangsphase gemerkt, dass immer etwas gehen kann. Was mir nicht gefallen hat, war unser Spiel in der Luft. Da haben wir zu viele Bälle weggegeben. Trotzdem muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Sie ist dennoch wieder zurückgekommen. Dieser Punkt fühlt sich wie ein Sieg an."

Steffen Baumgart (Paderborn): ""Ich bin enttäuscht und ein bisschen sauer, wie es gelaufen ist. Trotzdem ist der Punkt für Magdeburg mehr als verdient. Beide Mannschaften haben gut nach vorne gespielt und nicht so gut verteidigt. Wenn man 3 Mal mit 2 Toren führt und das Spiel immer wieder hergibt, ist das nicht gut. Da müssen wir einfach cleverer werden. Man muss beiden Mannschaften ein Kompliment machen."

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