Freitag, 19.10.2018 21:38 Uhr

“Sensations”-Serie abrupt beendet

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Magdeburg, 09.04.2018, 12:37 Uhr
Presse-Ressort von: Ulrich Behrens Bericht 5995x gelesen
Siegestaumel beim Geschäftsführer FCM Mario Kallnik und seinen Spielern (Blau-Weiss).
Siegestaumel beim Geschäftsführer FCM Mario Kallnik und seinen Spielern (Blau-Weiss).  Bild: 1. FCM

Magdeburg [ENA] Im Kampf um den Aufstiegs-Thron erlitt der Karlsruher SC gegen den 1. FC Magdeburg eine unangenehme Niederlage mit 0:2-Toren in der MDCC-Arena vor der erneuten Rekordkulisse von 22 738 Zuschauern. Der FCM als Zweitplatzierter in der Tabelle der 3. Liga distanzierte damit den Vierplatzierten,

den Badener Kontrahenten, und ließ damit einen weiteren Ambitionierten auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga zurück. Damit besitzt der FCM 6 Punkte Vorsprung vor dem KSC. Beim Sieger dieses Matches strahlen besonders im spielerischen Rampenlicht: Der Torschütze zum 1:0 Philip Türpitz und sein Torwart Jan Glinker, der auch nach seinem gehaltenen Elf-Meter mit zum Match-Winner wurde.

Philip Türpitz und Torwart Jan Glinker Siegesgaranten

Vor der Auseinandersetzung beließ der Karlsruher Trainer Alois Schwartz das Team in seiner Start-Aufstellung, die bereits im Heimsieg mit 3:0-Toren gegen Preußen-Münster aufgelaufen war. Der Coach von Magdeburg, Jens Härtel, beorderte 3 Spieler neu in die Formation zum Spielbeginn gegenüber dem 1:0-Auswärts-Sieg gegen die SpVgg Unterhaching. So starteten Marcel Costly, Björn Rother und Christian Beck für Charles Elie Laprevotte, Florian Pick und Julius Düker.

In den ersten 20 Minuten: Abwarten und Abtasten

In den ersten 20 Minuten agierten beide Mannschaften sehr verhalten - stets bemüht, nicht vorzeitig in den Rückstand zu geraten. Denn beide Abwehrreihen hinterließen in den zurück- liegenden Punktvergleichen eine stabile, sehr sattelfeste Abwehr, um bei einem knappen Vorsprung den weitgehend "verwalten" zu können. Trotzdem dominierten die Gastgeber besonders im Mittelfeld.

Anfangs wenig torreife Situationen

Trotzdem dominierten die Gastgeber besonders im Mittelfeld. Sie bevorzugten ein schnelles Umkehrspiel. Doch im Angriff gelangen aber auf beiden Seiten keine torreifen Situationen - außer die vom FCM-Mittelfeldakteur Marcel Costly, der in der 3. Minute einen Ball knapp über das gegnerische Tor wuchtete. Am Ende der 1. Halbzeit stabilisierten sich zusehends die KSC - Mittelfeld-Aktionen. So köpfte der spätere "Unglücksrabe" Fabian Schleusener in der 31. Minute das Spielgerät knapp am FCM-Tor vorbei, dem vorausgegangen war ein "Stock-Fehler" ihres Verteidigers Andre Hainault.

Türpitz verschießt einen Hochkaräter

Auf der Gegenseite unterlief Schleusener ebenfalls ein Abwehrfehler, den der FCM-Goalgetter Philip Türpitz aus 4 Meter Torentfernung nicht nutzen konnte. Von diesem ungenutzten Hochkaräter ließ Türpitz sich nicht beeindrucken: In der 69. Minute tauchte er 25 Meter vor dem KSC-Tor auf und knallte den Ball mit guter Schusstechnik vom gegnerischen Keeper unhaltbar zum 1:0 ein. Doch die Badener sorgten sofort für spürbaren Angriffsdruck.

Der Elf-Meter wird verschossen

Ihr Angreifer Florent Muslija stürmte mit Vehemenz in den FCM-Strafraum ein, wurde jedoch von Hainault zu Fall gebracht. Den fälligen Elf-Meter hielt Gastgeber-Keeper Glinker (87 Minute). In der 90+2 Minute überspurtete der gerade eingewechselte FCM-Stürmer Felix Lohkemper seinen Gegenspieler, schoss gezielt in den gegnerischen 5-Meter-Raum. Hier netzte sein Klubkamerad Christian Beck zum 2:0-Endstand ein. Mit dieser Entscheidung, den spurtschnellen und technisch versierten Lohkemper ins Spiel einzubringen statt eines Abwehrspielers, hat der FCM-Coach Jens Härtel mal wieder "ein goldenes Händchen" bewiesen.

Trainerstimmen:

Alois Schwarz (Karlsruhe): "Ich glaube, wenn jetzt nicht mehr von der Serie gesprochen wird, dass das uns erst mal richtig gut tut. Es war heute eine klasse Auseinandersetzung und von unserer Warte her ein richtig gutes Auswärtsspiel. Es war ein Pari-Pari - Spiel, wo wir sicherlich auch einen Punkt verdient gehabt hätten. Aber da kommt dann die individuelle Klasse von Türpitz, der den Ball optimal trifft. Hinderlich war auch der unangenehme Stoppelacker. Danach verschießen wir sogar den 11-Meter, so dass eben das Spiel an Magdeburg geht."

Jens Härtel (Magdeburg): "Wir sind am Ende hoch zufrieden, die Serie von Karlsruhe gestoppt zu haben. Aber man hat natürlich auch gesehen, warum sie so lange ungeschlagen waren. Insgesamt war es ein ausgeglichenes Spiel. Besonders in der 2. Halbzeit hatten wir uns viel vorgenommen. Insgesamt gesehen hatten wir das Momentum auf unserer Seite. Am Ende sicherlich etwas glücklich, aber nicht unverdient."

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