Freitag, 24.11.2017 11:48 Uhr

Neuer Box-Europameister Karo Murat

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Dresden, 02.07.2017, 19:31 Uhr
Presse-Ressort von: Ulrich Behrens Bericht 7068x gelesen
Boxkampf Bösel gegen Murat
Boxkampf Bösel gegen Murat  Bild: WENDE PHOTO

Dresden [ENA] Der neue Box-Europameister im Halbschwergewicht heißt Karo Murat aus Berlin. Er besiegte Dominic Bösel aus dem SES-"Box-Stall". Damit mußte der Freyburger – nach 24 Siegen - bei entsprechend vielen Kämpfen – die erste Niederlage seiner Lauf- bahn einstecken.

Natürlich jubelte der bereits 33-jährige Murat nach dem Kampf über diesen Gürtel eines Europa-Meisters und meinte dazu: "Der Titel ist mir nicht so wichtig. Ich möchte jetzt gegen die Großen kämpfen." Bösel konnte nach diesem sehenswerten Fight seine Niederlage durch technischen KO nicht ganz eingestehen. Doch er mußte gleich nach dem Ende der Veranstaltung noch medizinisch betreut werden. Schon vor dem Duell beim Foto-Termin zwischen Dominic Bösel und Karo Murat, als beide Auge in Auge hautnah sich gegenüberstanden, attackierten sie sich gegenseitig mit grenzwertigen Worten.

Murat explodierte mit einem Kopfstoß

Dadurch provoziert, explodierte der Berliner und vollführte in Richtung seines Kontrahenten Bösel eine Kopfstoß-Bewegung. Mit einer blitzschnellen Seitbewegung konnte der so Angegriffene dieser Gefahr begegnen. Bei dem Kampfabend in Dresden hatte der Ringrichter aus Großbritannien Terry O Connor keine großen Entscheidungsprobleme hinsichtlich der Führung dieses Kampfes. Obwohl beide bereits in den ersten beiden Runden sehr stürmisch begannen – rein objektiv gesehen –, wußte Bösel mit seiner aus- gestreckten Führungshand öfter zu treffen.

Vernachlässigung der Deckung war nicht hilfreich

Doch Bösel vernachlässigte seine Deckung, die hätte beidfäustig erfolgen müssen. So gelang es Murat einige Wirkungstreffen in der 3. Runde zu erzielen. Doch dann in der 4. Runde kam der etwas kleinere Berliner besser in Fahrt. Er bekam Lob von seinem Trainer Georg Bramowski. Dafür ließ Bösel in dieser Kampfsituation seine Doppeldeckung "schleifen". Er wirkte manchmal direkt hilflos in der Ringecke und versäumte es, mit tänzelnden Seitwärtsbewegungen den Haken von Murat auszuweichen.

Bösel mit mehr Erfolgstreffern

Ab der 5. Runde setzte Bösel sich mit gezielten Treffern besser durch, die aufmerksame Registrierung bei den Punktrichtern und seinem Trainer Dirk Dzemski fanden. Dzemski hatte auch in der Pause die richtigen Worte gegenüber seinem Schützling aus seinem boxerischen Erfahrungsschatz gefunden. Da saß u.a. in der 6. Runde die Rechte von Bösel, was dazu führte, dass Murat seinen Mundschutz verlor. Murat traf also mit seinem harten Linken und rechten Haken, während Bösel mit gleicher Vehemenz seinen Kontrahenten beidhändig "eindeckte". Der 33-jährige Berliner boxte bis zur 9. Runde nicht mehr so wirkungsvoll.

Der fast Eingeschläferte fand seinen Bewegungs-Rhythmus

Doch dann erwachte der schon fast "Eingeschläferte" in seinem Bewegung-Rhythmus. Besonders seine gefürchteten Leber-Haken trafen jetzt. So sah auch die 10. Runde aus. Da stand Bösel manchmal recht hilflos da. Vor allen Dingen vernachlässigte er seine Deckung. Die nach unten gefallenen Arme wurde erst in "letzter" Sekunde nach oben gerissen. Das rächte sich in der 11. Runde. Murat kämpfte mit viel Power und traf mit einem "krachenden linken Haken". Der zeigte einen Wirkungstreffer. Bösel wankte und der Ringrichter brach den Kampf ab.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.