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Meppen trotzte dem Favoriten und Aufstiegs-Aspiranten

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Magdeburg, 28.01.2018, 12:38 Uhr
Presse-Ressort von: Ulrich Behrens Bericht 4953x gelesen
Mittelfeldstratege Dennis Erdmann (FCM) mit seiner Torlatten-Granate - hier eine Kopfballsituation
Mittelfeldstratege Dennis Erdmann (FCM) mit seiner Torlatten-Granate - hier eine Kopfballsituation  Bild: 1. FC Magdeburg - Pressestelle

Magdeburg [ENA] Die hohen Erwartungen an einen Sieg vom Favoriten wurden nicht erfüllt. Nach der Niederlage beim Jahresauftakt 2018 beim FC Rot Weiß Erfurt (1:3) erreichte vor einer stattlichen Zuschauerzahl von 16 600 Fans der 1. FC Magdeburg im Punktspiel nur ein 0:0-Unentschieden gegen SV Meppen. Das war ...

…besonders bitter, da das Trainerteam um Chef-Coach Jens Härtel (FCM) mit einem Punkte-Dreier gerechnet hatte. “Es sollte in diesem Spiel Wiedergutmachung für Erfurt geben. Aber es wird ein schwieriger Vergleich werden, da Meppen im Augenblick gut im Rennen liegt”, erklärte Härtel vor dem Match. Aber auch der Meppener-Cheftrainer Christian Neidhart spekulierte nach dem letzten 2:0-Sieg gegen Preußen-Münster mit einer “Siegesüberraschung”. So nahm er gegenüber diesem Dreier-Gewinn nur eine Veränderung der Start-Elf vor. Es spielte zunächst Marius Kleinsorge für Luka Tankulic. Aber auch FCM-Trainer Härtel änderte gegenüber dem Erfurt-Spiel nur auf einer Position. Dennis Erdmann übernahm den Posten im Mittelfeld für Kapitän Marius Sowislo.

Warnung vor Tabellen-Neunten aus nördlichen Niedersachsen

Mit der Warnung vor dem derzeitigen Tabellen-Neunten aus dem nördlichen Niedersachsen sollte Härtel Recht behalten. Die Gäste spielten einen recht intensiven Fußball und stellten sich teilweise auf Augenhöhe mit dem Gastgeber vor. Es dominierten besonders im Mittelfeld viele Kopfball-Passagen und nur ein wenig Druck auf beide Tore. Die Gäste bewiesen ein starkes Abwehrverhalten. Sie versuchten mit schnellen Kontern ihre Sturmspitzen mit insbesondere dem agilen und torgefährlichen Benjamin Girth einzusetzen.

Zweifach-Chance für den Meppener Nico Granatowski

Erst in der 26. Minute köpfte sein Magdeburger Gegenpart Michel Niemeyer den Ball knapp am Meppen-Tor vorbei. Auf der anderen Seite hatte Nico Granatowski eine Zweifach-Chance, die aus einer Kontersituation entstanden war. zunächst traf er aus Kurzdistanz nur den gegnerischen Torwart Jan Glinker. Den abgewehrten Ball knallte er knapp am Tor vorbei. Und kurz vor dem Pausenpfiff hatten die Fans schon den Torjubelschrei auf den Lippen, doch der Elbestädter Christian Beck verfehlte aus 5 Metern Entfernung. Nach dem Wechsel gab es fast die gleiche spielerische Situation. Die Chancen waren am Anfang auf beiden Seiten gleich verteilt.

Ein Torlatten-Kreuz-Treffer schreckte die Gäste auf

Eine ließ Vielen den Atem stocken: Dennis Erdmann vollführte aus 20 Metern Entfernung in der 50. Minute einen Drehschuss , der mit voller Wucht an dem Torlatten-Kreuz landete. Aber auch die Gäste blieben immer gefährlich. So konnte FCM-Keeper Glinker nur mit äußerstem Einsatz von Girth entschärfen. Die Elbestädter erhöhten in der Schluss-Phase zwar ihre Angriffe. Aber eine Torentscheidung fiel nicht. Mit diesem Ergebnis steht Magdeburg noch auf dem 2. Tabellenplatz, aber nur 3 Punkte vor Wehen Wiesbaden. Die Meppener eroberten mit dem Unentschieden von 0:0 den 8. Tabellenplatz.

Trainerstimmen:

Christian Neidhard (Meppen): “Ich denke, es war heute ein sehr umkämpftes Spiel, wo der Ball gefühlt mehr in der Luft als auf dem Boden war. Wir hatten uns gut in die Partie hineingekämpft und hatten gefühlt sogar die besseren Chancen. Mit Granatowski in der ersten Halbzeit und Girth in der zweiten Halbzeit. Ich denke, der Punkt hier ist heute auch verdient. Dem FCM wünsche ich trotzdem alles Gute, dass sie den Aufstieg in die 2. Liga schaffen.”

Jens Härtel (Magdeburg): “Ich denke, wir haben heute in der ersten Halbzeit ein wirklich gutes Spiel gemacht. Da hatten wir auch eine sehr gute Balance gefunden zwischen Kurz- und Langpassspiel und hatten genug Möglichkeiten, hier in Führung zu gehen. In der zweiten Halbzeit ist uns das nicht mehr so gut gelungen, was sicherlich auch den schlechten Platzverhältnissen geschuldet ist. Aber selbst da waren noch Möglichkeiten da. Uns fehlt aktuell das I-Tüpfelchen, das entscheidende Tor zu machen. Und genau das gilt es, im ersten Spiel gegen Würzburg umzusetzen.”

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