Samstag, 18.08.2018 16:39 Uhr

Knapper Sieg in der EM-Haupt-Runde für Deutschland

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Kroatien, 20.01.2018, 15:58 Uhr
Presse-Ressort von: Ulrich Behrens Bericht 6432x gelesen
Erleichterung nach Hauptrunden-Sieg.
Erleichterung nach Hauptrunden-Sieg.  Bild: Sportfoto DHB

Kroatien [ENA] Wieder wurde es zum größten Teil ein "Zitterspiel". In die Hauptrunde der Europa-Meisterschaft startete die deutsche Handball-National-Mannschaft mit einem hart erkämpften 22:19 (9:10)-Sieg gegen Tschechien. Erst in der Schluss-Phase konnte das deutsche Team den Gewinn für sich verbuchen.

Es bleibt damit im Medaillen-Rennen. Mit ihrem Sieg platzierte sich Deutschland in ihrer Hauptgruppe mit 4 Pluspunkten auf den 1. Tabellenplatz. Doch um diese Position zu festigen, müssen sich die Prokop-Schützlinge in der nächsten Begegnung gegen Olympiasieger Dänemark noch erheblich steigern - insbesondere hinsichtlich der Offensiv-Leistungen. Dieser Sieg konnte in erster Linie durch die Torhüter Silvio Heinevetter und Andreas Wolff verbucht werden.

Die Torhüter Heinevetter und Wolff glänzten im Spiel

Dagegen zeigte die DHB-Auswahl große Schwächen im Abschluss. Einzig Steffen Fäth wirkte mit viel Selbstvertrauen und setzte seine spielerischen- und wurftechnischen Leistungen um. Er erzielte 8 Tore im Spiel und hielt somit auch seine Mannschaft im Rennen. Die Abwehr dagegen steigerte sich im Laufe des Spiels. Besonders als der deutsche Chef-Trainer Christian Prokop seine Abwehrhünen Finn Lemke, Hendrik Pekeler und Patrick Wienceck in den Mittelblock stellte, verwarfen die jungen, zum Teil groß gewachsenen Tschechen, besonders im Schluss-Drittel.

Licht und Schatten beim deutschen Kapitän

Auch diesmal begann die DHB-Auswahl leicht verunsichert. So lag sie in der 7. Minute mit 2:3 im Rückstand. Doch bis dahin hatte Heinevetter noch "100%-ige" Würfe im deutschen Tor gehalten. So blieb die Mannschaft immer auf "Tuchfühlung". Erstmals warfen Uwe Gensheimer, Pekeler, Fäth und Julius Kühn (7:5) eine 2-Tore-Führung heraus. Doch trotzdem demonstrierten die Deutschen enorme Abschluss-Schwächen. So warf Kühn in aussichtsreicher Position 2 Mal neben das gegnerische Gehäuse und leistete sich auch etliche Fehlabgaben. Auch der Kapitän Gensheimer verfehlte freistehend am Kreis.

Positionswechsel mit guten Einwurf-Möglichkeiten fehlten

Offensichtlich gelang es den Prokop-Schützlingen nicht, Lücken in die gegnerische Deckung häufiger zu reißen. Es wurden im Angriff zu wenig Positions-Wechsel vorgenommen. Zumeist agierten die Deutschen zu stoisch ohne den Lauf in die Tiefe. Das bestätigte auch die "Mangelware" an Toren von den Außenpositionen - Gensheimer und Groetzki. Auch nach dem Wechsel wurde eine gewisse Flüssigkeit im deutschen Spiel vermisst. So entstand in der 48. Minute ein 16:18-Tore- Rückstand. Doch dann kam die starke Phase der DHB-Auswahl.

Wolff hielt und im Angriff wurde getroffen

Doch dann kam die starke Phase der DHB-Auswahl. So warf in der 56. Minute Kohlbacher die 20:18-Führung und gleichzeitig hielt Wolff im Tor spektakulär. Er verhinderte besonders Tore von den Außen-Positionen der Tschechen. Dagegen warf Drux das 22:18 in der 59. Minute und der gegnerische Angreifer Kaszparek betrieb mit seinem Tor zum 22:19-Endstand Ergebnis-Kosmetik. Nach Abschluss des Spiels schätzte der deutsche Kapitän Gensheimer ein. "Wir waren im Abschluss nicht perfekt genug. Wenn du nicht 100%ig spielst - dann bekommst du Schwierigkeiten. Wir müssen weiterhin unser Steigerungs-Kapital abrufen."

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