Dienstag, 24.10.2017 13:30 Uhr

Klatsche für Favoriten / Sieg der Bullen

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Berlin, 04.10.2017, 18:04 Uhr
Presse-Ressort von: Ulrich Behrens Bericht 3639x gelesen
Duell zwischen Bayern-Spieler und Hertha-Abwehrspieler (Blau).
Duell zwischen Bayern-Spieler und Hertha-Abwehrspieler (Blau).  Bild: Sportfoto Hertha BSC

Berlin [ENA] Nur ein 2:2 für Bayern München gegen Berlin, während die Leipziger Bullen gegen Köln 2:1 gewinnen. Die Hoffnung nach dem Rauswurf von Carlo Ancelotti bei Bayern München würde das Spiel gegen Hertha BSC ein sichtbarer Neuanfang für die Münchner sein. Der irrte sich.

Zumal der kurzfristig eingesetzte Interims-Trainer Willy Sagnol die von Ancelotti "ausgemusterten" gestandenen Stars, wie Jerome Boateng, Mats Hummels, Arjen Robben und Frank Ribery, sie in der Start-Elf nicht aufgestellt hatte. Dafür mußten u.a. die Lieblinge vom Ex-Trainer - James und Thiago - auf die Bank in Wartestellung. Diese neuen Konstellation schien von Erfolg gekrönt zu sein.

Neue Konstellation war nicht von Erfolg gekrönt

Denn die Bayern trumpften mit Spielbeginn bravourös auf. Da stürmte der Bayern-Verteidiger Boateng auf der rechten Seite mit dem Ball auf das Herthaner Tor zu, flankte gezielt auf den Kopf von Hummels. Der nickte kurz entschlossen zum 1:0 ein (10. Minute). Im weiteren Verlauf gingen die Berliner entschiedener in die Zwei-Kämpfe. Sie erhöhten den Druck auf die Gäste mit verstärktem Vorpressing.

Der Münchner Goalgetter erhöht auf 2:0

Die offensichtlich ermahnende Sagnol-Ansage in der Pause fruchtete nach dem Wechsel. Denn Goalgetter Lewandowski erspielte gekonnt das 2:0. Die vorhergehende Spannung auf der Bayern-Bank und den Verantwortlichen löste sich offensichtlich. Alle schienen der Meinung, das "Ding" ist "gegessen". Doch 2 Minuten später kam der imposante Auftritt des Herthaners Harguchi: Er spielte gleichsam Harakiri mit seinen Münchner Gegnern. Zunächst ließ er Robben stehen, umtanzte mit gelungener Technik Boateng, Kimmich und Hummels.

Ondrey Duda verkürzte für die Berliner

Danach erwischte der Berliner Duda das Spielgerät und schießt zum 2:1 für Hertha ein. In der 61. Minute fällt dann noch deren Leistungsträger Ribery durch eine Verletzung aus. Bei einem ungeschickten Tritt auf den Ball verdrehte er sich das Knie sehr unglücklich, vermutlich muß er für längere Zeit pausieren. Noch vor diesem Unfall hatte Salomon Kalou (57. Minute) blitzschnell reagierend zum 2:2-Endstand eingenetzt. Eine der entscheidenden Ursachen für den abgewatschten Favoriten war seine offensichtliche Deckungs-Schwäche. Der Trainer der Berliner Pal Dardai schätzte ein: "Wir haben so gespielt, dass das ein Tag ist, an dem man die Bayern schlagen kann. In der ersten Hälfte hatten wir noch zu viel Respekt."

Kein Kölle Alaaf gegen die Bullen aus Leipzig

"Nix Kölle Alaaf"! Gegen den 2. der Bundesliga-Saison 2016/17, dem RB Leipzig, musste der FC Köln eine 1:2-Niederlage einstecken. Damit steht die FC- Mannschaft auf dem letzten Tabellen-Platz. Das erscheint eine enttäuschende Fortsetzung der bisherigen Misere bei den Domstädtern zu sein. Denn eine derartige Bilanz hatte es in den letzten Jahren für sie noch nicht gegeben. Immerhin steht erst ein Punkt auf ihrer Haben-Seite. Die meisten Hoffnungen der Kölner lagen in der kurzfristigen Neuerwerbung von Claudio Pizzarro.

Die Kölner erspielten trotzdem Top-Torgelegenheiten

Er erntete auch nach seiner Einwechslung viel aufmunternden Beifall. Doch er konnte die Niederlage nicht abwenden. So erzielte der Leipziger Klostermann in der 31. Minute (1:0) sein 1. Tor in der Bundesliga. Die Kölner leisteten in der verbleibenden Zeit kräftigen Wiederstand. Sie erzielten auch Top-Torgelegenheiten. In der Endphase des Spiels rückten die Leipziger immer gefährlicher in ihren Sturmbemühungen auf. Und so gelang dem RB-Stürmer Poulson das 2:0 (80. Minute). Alles schien gelaufen zu sein. Doch der wendige Wirbelwind der Kölner Osako verkürzte auf den Endstand von 2:1 für Leipzig.

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