Dienstag, 24.10.2017 13:26 Uhr

Jubel: Der Bundesliga-Thron ist besetzt

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Mannheim, 02.06.2017, 17:09 Uhr
Presse-Ressort von: Ulrich Behrens Bericht 8323x gelesen
Abwehrattacken der Löwen (gelb).
Abwehrattacken der Löwen (gelb).  Bild: Eroll Popova

Mannheim [ENA] Ohrenbetäubender Jubel in der SAP-Arena in Mannheim. Schon vorzeitig sicherten sich die Rhein-Neckar-Löwen aus Mannheim den Titel eines Deutschen Handballmeisters der Saison 2016/2017. Sie deklassierten in einer spielerisch überzeugenden Partie den ernsthaften Konkurrenten...

...in der eigenen SAP-Halle vor knapp 14 000 Zuschauern, den THW Kiel, mit 28:19 (11:10) Toren. An einen derartigen Sieg wagten die Verantwortlichen der Löwen vorher nicht zu glauben. Denn immerhin ergriff der THW Kiel, der Zehnfache Deutsche Meister und Champignon-League-Sieger, den in den "Ring" geworfenen Fehdehandschuh sofort. Doch der vorjährige Deutsche Meister, die Rhein-Neckar-Löwen, ließen sich von den titelbehafteten Konkurrenten aus dem Norden der Republik nicht beirren. Zumal der unmittelbare Zweitplatzierte in der Tabelle auch zum Meistertitel greifende Gegner, die SG Flensburg-Handewitt, eine 27:31-Niederlage beim EHF-Cup-Sieger, Frisch Auf Göppingen, einfing.

Nur ein Sieg sicherte die Meisterschafts-Krone

Damit war es für die Rhein-Neckar-Löwen klar: Ein Sieg gegen Kiel sicherte ihnen den Titel – bereits zwei Spieltage vor Saison-Ende. Doch die Meister- Schale wird ihnen erst nach dem letzten Match gegen den MT Melsungen überreicht. Doch dafür feierten sie mit ihrem Dänischen Trainer Nikolaj Jacobsen ausgiebig und feuchtfröhlich. Sein Schützling Alexander Petterssen , eine wichtige Säule in dem Duell, verpasste ihm eine Bierdusche. Die Menge schien aus einem 1- Liter- Krug zu stammen.

Signal der Zuneigung: Bierduschen für den Trainer Jacobsen

Und dieses "Signal" der Zuneigung nutzten auch andere Spieler aus seinem Team: Sie sorgten dafür, dass Jacobsens Kopf nicht so schnell trocken wurde. Trotzdem äußerte er sich mit stets zusätzlich enorm befeuchteter Zunge: "Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft." Er reformierte nach 2014 (Übernahme) seine Mannschaft. Er ließ u.a. die Variante 7 Feldspieler im Angriff agieren und variierte das Deckungs- verhalten von 6:0 bis 3:3. Die Variation in der Deckung bildete eine Grundlage des überragenden Sieges gegen Kiel.

Ein überragender Torwart Appelgren

Er entschärfte 20 geballte Würfe des Gegners. Aber auch sein Torhüter-Part Andreas Palicka vereitelte das Einnetzen von 7-m-Bällen. Er sorgte auch dafür, nach Ballabwehr, für die schnellen Gegenstöße. Am Anfang taten sich die Badener in eigener Halle schwer. Über 1:1; 6. Minute; 2:2; 9. Minute; über 5:5; 10. Minute, agierten die Abwehrreihen überragend. Kiel blieb bis hierher dran. Doch dann warf Nationalspieler Patrick Groetzki die 6:5-Führung. Mit zunehmender Zeit erhöhten die Gastgeber auf 10:6-Tore durch ihren überragenden Torschützen Andy Schmid.

Andy Schmid kanonierte im Minuten-Takt die Tore

Er warf insgesamt 6 Tore, doch bis zur Halbzeit verkürzten die Gäste auf 10:11. Nach dem Wechsel kanonierte Schmid mit dem Doppelpack (34. Min.) auf 14:11. In dieser Situation spürten die Fans in der Halle den unbändigen Willen ihrer Mannen auf dem Parkett. Im Laufe der Zeit erniedrigten die Badener die Kieler mit schneller Trefferfolge. Die Gäste spielten einfach zu unbeweglich und vergaben unachtsam viele Bälle.

Freudengesang der Fans: Oh, wie ist das schön

Diese führten zu erfolgreichen Kontern. So führten die Gastgeber aus Mannheim in der 40. Minute bereits mit 5 Toren (18:13). In der 53. Minute waren es dann schon 10 Tore (24:14) durch Schmid, Pettersen und du Rietz. Schon dann begann der Freudengesang der Fans in der Halle: "Oh, wie ist das schön." Sogar die Ersatzbank und die Trainer zählten die letzten 10 Sekunden mit.

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