Dienstag, 24.10.2017 13:30 Uhr

Imposante Zuschauerkulisse von 22800 Zuschauern im Derby

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Magdeburg, 02.10.2017, 18:22 Uhr
Presse-Ressort von: Ulrich Behrens Bericht 3803x gelesen
Rotschopf Hammann als Torschütze.
Rotschopf Hammann als Torschütze.  Bild: Norman Seidler

Magdeburg [ENA] Vor einer imposanten Zuschauerkulisse von 22800 Fans besiegte der 1. FC Magdeburg im Derby in der MDCC-Arena den FC Carl Zeiss Jena mit 2:0-Toren. Damit festigten die Elbe-Städter ihre 2. Tabellen-Position mit 27 Punkten hinter dem Spitzenreiter (28 Pkt.) SC Paderborn 07.

Doch im oberen Tabellenbereich gibt es ein wenig "Gedränge". Denn die Nachfolger Fortuna Köln (24 Pkt.) und SV Wehen Wiesbaden (23 Pkt.) liegen in Reichweite. Das erhöht natürlich die Spannung in der 3. Liga. Daher sind diese Punktspiele in den Sportsendezeiten der verschiedenen Fernsehsender auch präsent, und sie erfreuen sich großer Beliebtheit. Vor dem Match gab es bei den Hausherren gegenüber dem Spiel gegen VfR Aalen einige Veränderungen.

Die Gastgeber begannen gleichsam einer "Feuerwalze"

Die dort gesperrten Björn Rother und Dennis Erdmann durften wieder ihre Positionen im Mittelfeld einnehmen. Dafür pausierten der Kapitän Marius Sowislo und Andreas Ludwig. Der Gast stützte sich weitgehend auf seine Stammformation und verzichtete in der Start-Elf auf gravierende Veränderungen. Die Gastgeber-Elf stürmte gleichsam einer "Feuerwalze" auf die "Abwehrfestung" der Jenenser. Aber sie verteidigten mit Vehemenz gegen die nicht ungefährlichen Angriffe der FCM-Spieler.

Mehrfach hatte Christian Beck das 1:0 auf dem Fuß

Bereits in der 2. Minute erhält deren Angreifer Christian Beck einen "Lang-Ball" und köpft aus "Liegestütz-Lage" aufs gegnerische Tor von Raphael Koczor. Aber ohne Erfolg! Bereits 7 Minuten später läuft der gleiche Magdeburger Stürmer auf Koczor zu, doch den nicht ganz platzierten Schuß kann der Keeper mit einer Links-Bein-Streckung abwehren. Und schon wieder in der 15. Minute wird Torwart Koczor der Held gegenüber Beck, denn er kann reaktiv den Ball von ihm abwehren. Voller Enttäuschung raufte der sich die Haare und schüttelte mit Unverständnis den Kopf.

Die Gastgeber mit erfolgreichem Vorpressing

Die Jenenser besaßen wenig Freiheit zur Entwicklung ihres Spiels. Das ständige Vorpressing durch das FCM-Mittelfeld nervte sie. Erst in der 26. Minute besaßen die Gäste die erste Groß-Chance. Eine schnelle "Armstreckung" durch Glinker verhinderte ein Tor. Doch in der 36. Minute erfolgte die "Erlösung" für die ständig singenden und klatschenden Fans in der Arena. Da erläuft sich Philip Türpitz vom FCM einen Ball, wird zwar durch Abwehraktionen der Gäste bis auf die rechte Außenlinie abgedrängt, doch es gelingt ihm trotzdem aus diesem spitzen Winkel zum 1:0 einzunetzen.

1. FCM - FC Carl Zeiss Jena - 1
1. FCM - FC Carl Zeiss Jena - 2
1. FCM - FC Carl Zeiss Jena - 3

Nach dem Wechsel kam es teilweise zu harten Zweikämpfen

Der Torheld wurde auch spontan von seinem Trainer Jens Härtel umarmt. Und der nahm sogar die Flasche, die Türpitz auf Grund der Fortsetzung des Spiels in Richtung Auswechselbank hingeworfen hatte. So sind eben Trainer - mit einer gehörigen Portion Vertrauens-Vorschuß. Nach dem Seitenwechsel drängten die Jenenser verstärkt auf den Ausgleich. Es kam teilweise zu harten Zweikämpfen. Der heimische Torwart Glinker stand jetzt öfter unter Druck. So rettete er einen "Raketenschuß" vom eingewechselten Jenenser Firat Sucsuz.

Ein Hammer von Hammann sorgte für das 2:0

Aber in der 86. Minute fiel dann das 2:0 aus einer Standardsituation heraus. Der in diesem Spiel, aber auch schon in Aalen eine Mittelfeld-Position eingenommen hatte, Nico Hammann, donnerte einen "Hammer" an Koczior vorbei ins Tor (2:0). Damit hatte er nach langer Zeit erstmals wieder einen Freistoß verwandelt. Und in dieser Glücksphase nahm er den Ball, steckte ihn unter sein Trikot, verursachte damit eine sehenswerte Wölbung und hielt 2 Finger hoch. Seine spätere Erklärung: "Ich werde zum 2. Mal Vater!" Trainer Härtel lobte ihn für seine exzellente Spielweise. Dessen Einschätzung: "Die ersten 35 Minuten waren der Angriffsfußball, den ich mir vorstellte. Da habe ich eine ganz starke Phase gesehen. Danach waren wir einfach zu passiv."

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