Montag, 21.08.2017 10:20 Uhr

Hessens Landeshauptstadt-Kicker dominierten

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Halle, 16.05.2017, 18:27 Uhr
Presse-Ressort von: Ulrich Behrens Bericht 5090x gelesen
Die Siegermannschaft in Siegeslaune. (Archiv).
Die Siegermannschaft in Siegeslaune. (Archiv).  Bild: Björn Possiencke

Halle [ENA] Der SV Wehen Wiesbaden katapultierte die Mannschaft des Halleschen FC durch einen überzeugenden 3:0-Punktspielsieg in eine weitere Abwärtsspirale. Im Erdgassportpark zeigten sich die Hauptstadt-Kicker aus Hessen in der ersten Spielhälfte dominant, jedoch bei gut getimter Gegenwehr der Gastgeber.

Doch im weiteren Verlauf setzten die Gäste die entscheidenden Akzente. Sie agierten recht torgefährlich. So fiel auch ihr 3:0-Sieg in dieser Höhe berechtigt aus. Beide Trainer sorgten vor dem Match für ein kleines Personal-Karussell. So wechselte der Wiesbadener Trainer Rüdiger Rehm vor dem Spiel nach dem 0:0 gegen Großaspach zwei Mal aus. Phillipp Müller und Wein rückten für Breitkreuz und Dams in die Start-Elf. Der Coach von Halle, Rico Schmitt, nahm gegenüber dem 1:1 gegen Bremen II gleich drei Wechsel vor. So begannen für Lindenhahn, Pfeffer und Torwart Schnitzler der Keeper Nr. 1 Bredlow und außerdem noch Fennell und Müller.

Wiesbaden sorgte schnell für Ernüchterung beim Gastgeber

Das Spiel begann auf beiden Seiten mit viel Vehemenz. So mußte sich in der 4. Minute der Tormann der Wehener Markus Kolke blitzartig strecken, um einen scharfen "Kracher" von Fabian Baumgärtel noch über den Kasten zu lenken. Wenige Sekunden später (5. Minute) stand es schon 1:0 für die Gäste. Der verteidigende Hallenser Max Rico Barnowsky brachte den Wehener Jules Schwadorf zu Fall. Nach dem Elf-Meter-Pfiff versenkte der Gästeangreifer Mark Lorenz den Ball in die gegnerischen Maschen.

Ein Pfostenschuss blieb die einzige Ausbeute für den HFC

Prompt antworteten die Hallenser. Baumgärtel zirkelte den Ball aus 25 m Entfernung an den Pfosten. Doch die Hausherren verharrten nicht in Schockstarre. Sie erhöhten den Druck mit Vorpressing , doch der "freie Mann" auf dem Feld wurde zumeist nicht gefunden. Doch die SVWW-Mannschaft ließ nichts "anbrennen". So konterte sie geschickt und suchte im Angriff die Überzahl. Und so konnten 3 von ihnen vor dem HFC-Tor laufenden Spieler das 2:0 erzielen – durch Phillip Sven Müller.

Das 3:0 in der vorletzten Minute besiegelte die Niederlage

Nach dem Wechsel erhöhten die Wiesbadener den Druck auf den Gegner. Besonders durch ihr Doppelpass-Spiel und die gefährlichen Konter. Zudem sicherten sie ihr Tor durch verstärkte Abwehrbemühungen ab. Doch in der 84. Minute verhinderte der glänzend aufgelegte Wiesbadener Keeper Kolke mit einer reaktiven Faustabwehr einen Anschlusstreffer. Dafür gelang den Gästen eine sehenswerte Kombination, die ihr Angreifer Manuel Schäfer zum 3:0-Endstand einnetzen konnte (88. Minute).

Trainerstimmen:

Rüdiger Rehm (Wiesbaden): "Es war nicht so einfach, sich auf so ein Spiel vorzubereiten, der Mannschaft etwas mit auf den Weg zu geben und künstlich Druck aufzubauen. Man muss versuchen, den Jungs den Spass zu vermitteln. (...) Für uns war klar, dass die Mannschaft das Spiel gewinnt, die in der Defensive etwas besser steht. In so einem Spiel will sich jeder Spieler dann in der Offensive zeigen. Die Anfangsphase war sehr ausgeglichen. Halle hatte gefährliche Freistöße. (...) Mit dem 2:0 sind wir in die Halbzeit gegangen. Doch wir haben dann wieder die Konterchancen liegen lassen bis zur 85. Minute, aber dann noch das 3. Tor geschossen. Kompliment meiner Mannschaft für das Zu-Null-Spiel."

Rico Schmitt (Halle): "Der Sieg geht ganz klar in Ordnung für Wiesbaden. Als Gastgeber haben wir zu Hause noch versucht, das Beste mitzunehmen. Aber das 0:1 hat uns sehr viel Kraft gekostet. Der Gegner hat gepresst und hat das Tor auch erzwungen. Dann hatten wir sofort die Ausgleichs-Chance mit dem Freistoß von Baumi (Pfostenschuss). Das ist aber Ausdruck unserer Saison. Der Ball will einfach nicht über die Linie. Dann bekommt das Spiel auch wieder eine andere Dynamik. Das 2. Tor ist auch selbst organisiert. Das passt einfach nicht ins Bild. wir alle wissen, wie Fußball ist. Wir hatten dann die Groß-Chance zum 1:2. Auch Hilal El-Helwe hatte dann so eine Chance. Schlußendlich war Wiesbaden heute aggressiver."

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