Freitag, 19.10.2018 21:49 Uhr

Der gefühlte Sieger heiß Duisburg

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Magdeburg, 27.09.2018, 18:54 Uhr
Presse-Ressort von: Ulrich Behrens Bericht 3807x gelesen
Spielszene 1. FCM
Spielszene 1. FCM   Bild: Sportfoto 1. FCM (Archiv)

Magdeburg [ENA] In dem Match zweier Kellerkinder, dem 1. FC Magdeburg und dem SV Duisburg, gab es ein leistungsgerechtes 3:3-Unentschieden. Doch dieser Vergleich ließ an Dramatik nichts offen. Aber Duisburg konnte sich in der MDCC-Arena als gefühlter Sieger fühlen...

Denn buchstäblich in den letzten 3 Minuten - nach einem 2:3-Rückstand - konnten sie noch das Pad erreichen. Der Trainer der Duisburger, Illia Gruev ließ - trotz der letzten Heimniederlage gegen Aue - seine Mannschaft in der gleichen Formation antreten. Der Coach der Heimmannschaft, Jens Härtel, zeigte sich, wie schon in den letzten Punktspielen, u.a. dem 4:4 Remis gegen den SV Paderborn 07, rotationsfreudig.

Zunächst zeigten sich Schwächen bei Magdeburg

In dieser 7. Partie der 2.-Liga-Punkt-Runde zeigte der Magdeburger Klub anfangs Schwächen. Es fehlte die Übersichtlichkeit in der Grundordnung. Besonders die Abwehr - das Paradestück beim Unentschieden in Paderborn - trat verunsichert auf. Dagegen spielten die Gäste - mit der Belastung des letzten Tabellenplatzes - unbekümmerter auf und setzten die gegnerische Defensive unter Druck. Da verursachte FCM-Mittelfeldakteur Nils Butzen einen Fehlpass. Den erwischte der MSV-Angreifer Tobias Wolze und schob die Kugel Stanislav Iljutcenko zu. Der fackelte nicht lange und brachte mit einem satten Schuss das 1:0 für den MSV.

Der werdende Vater stand auf Warteliste

So traten zunächst Christopher Handke, Romain Bregerie und Steffen Schäfer an. Für Aleksander Ignjowski, Tobias Müller und Christian Beck. Gerade die Personalie Beck entbehrte einer ungewollten Dramatik. Denn kurz nach seiner Einwechslung (63. Minute) erzielte er den 1:1-Ausgleich. Nach diesem Tor sprintete er mit dem Daumen im Mund über den Platz. Dazu sein Kommentar nach der außergewöhnlichen "Fußball- Schlacht" : "Ich bin sehr, sehr glücklich, Vater geworden zu sein und ein Tor erzielt zu haben. Eigentlich wollte ich bei meiner Freundin bleiben. Aber sie hat mich losgeschickt und gesagt, schieß ein Tor für mich."

Mit Beck und Türpitz wendete sich das Blatt

Das war ein Signal für Jens Härtel, Christian Beck und Philip Türpitz unmittelbar nach Halbzeitbeginn einzuwechseln. Es war offensichtlich ein Glücksgriff, wie sich unmittelbar danach rausstellte. So erzielte Beck das Ausgleichstor (1:1), und wenige Minuten später versenkte Türpitz einen Freistoß mit einem "Fußball-Kunstschuss" zum 2:1 für die Gastgeber. Danach spielten die Elbestädter zielgerichteter, und die Mittelfeldakteure "fütterten" ihre Angreifer besser.

Lukas Daschner mit dem 3:3-Endstand

Doch kurze Zeit später verwandelte sein Gegenüber Wolze ebenfalls einen Freistoß (66. Minute) zum 2:2. Der kopfballgefährliche Handke brachte dann in der 85. Minute seinen FCM-Klub wieder mit 3:2 in Führung. Nach 4 Uhrzeigerumdrehungen konnte dann der Duisburger Lukas Daschner, der gerade eingewechselt war, den 3:3-Endstand erzielen. Damit erreichte der 1. FCM jetzt den 15. Tabellenplatz, aber er erreichte genauso wie Duisburg keinen Sieg und die ersehnten 3 Punkte.

Trainerstimmen:

Jens Härtel (1.FCM):"Wir haben viele gute Möglichkeiten gehabt, aber fahrlässig versemmelt. Das 3:3 fühlt sich wie eine Niederlage für uns an. Wir waren so nah am Sieg dran. Es tut mir leid für meine Mannschaft." | Illija Gruev (MSV Duisburg): "Kompliment an unsere Mannschaft, dass sie einen Rückstand wieder drehen konnte. Mit einer Fehlentscheidung bin ich nicht einverstanden."

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