Dienstag, 23.10.2018 02:40 Uhr

Der Aufstiegsaspirant zog den Kürzeren

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Erfurt, 23.01.2018, 19:16 Uhr
Presse-Ressort von: Ulrich Behrens Bericht 5868x gelesen
Enttäuschung nach der 1:3-Niederlage
Enttäuschung nach der 1:3-Niederlage  Bild: Sportfoto 1. FCM

Erfurt [ENA] Der Tabellenletzte Rot-Weiß Erfurt düpierte im eigenen Stadion den Aufstiegsaspiranten, den 1. FC Magdeburg, mit einem nicht erwarteten 3:1-Sieg. Noch vor dem Match warnte der Coach des FCM, Jens Härtel: "Erfurt ist wirtschaftlich und sportlich angeschlagen...

...und könnte gleichsam einem angezählten Boxer Überdurchschnittliches in unsrem Punktspiel- Vergleich leisten. Das beweisen auch die Siege in ihren Vorbereitungs- Spielen vor dieser Rückrunde - u.a. das 1:0 gegen Zweitligist Aue." Ansätze für derartige Befürchtungen demonstrierten die Erfurter bereits in den stürmischen Anfangsminuten. Sie hielten mit geschickter Abwehr die mit Vehemenz angreifenden Elbestädter ihrem Tor fern.

Ein erst 18-jähriger glänzte im Erfurter Tor

Die erste ernsthafte Chance besaßen die Gäste in der 17. Minute. Da verfehlte ihr Stürmer Julius Düker ganz knapp das RWE-Tor. Trotzdem zeigte sich der erst 18-jährige Ersatz-Erfurter-Nachwuchs-Keeper Julian Knoll sehr wachsam. Er musste den etatmäßigen Torwart-"Kollegen" Phillip Klewin vertreten, da er erst einen grippalen Infekt auskurieren musste. Schon in der 20. Minute hatte FCM-Kapitän Marius Sowislo eine weitere ideale Chance.

Der Ex-Erfurter Beck schoss zum 1:0 ein

Eine Rakete von seinem Klubkameraden Michel Niemeyer wehrte Knoll glänzend ab. Sowislo erwischte den Ball und beförderte ihn knapp über den Kasten. Doch die aussichtsreichere Gelegenheit, ein Tor zu erzielen, hatte einer der gefährlichsten RWE. Angreifer Carsten Kammlot. Doch der Gästekeeper Jan Glinker konnte abwehren. Nach dem Wechsel erhöhte der 1. FC Magdeburg den Druck auf das gegnerische Tor. Der Ex-Erfurter Christian Beck schoss in seinem 200. Spiel für die Magdeburger aus einem unglaublich spitzen Winkel das 1:0 ein.

Ein wuchtiger Kopfball führte zum 1:1

Ein wenig Mitschuld an dem Rückstand hatte auch Knoll, da er ein wenig zu weit aus dem Tor herausgetreten war. Beck verzichtete auf den üblichen Jubel und erwies damit den Erfurtern seine Ehrfurcht. Doch dann war die Begeisterung der 800 mitgereisten FCM-Fans verklungen. Da jubelten nur die Erfurter: Ein Eckball in der 70. Minute auf das FCM-Tor erwischte Florian Neuhold und köpfte zum 1:1 ein. Da hatte Keeper Jan Glinker keine Chance. Aber das nächste Gastgeber-Tor in der 75. Minute war durchaus durch ihn zu verhindern. Denn ein Aufsetzer-Ball durch Andre Laurito rutschte unter Glinker hindurch zum 2:1. Obwohl Coach Härtel sofortTürpitz und Schwede einwechselte, erhöhte die RWE-Mannschaft durch Elias Paul Huth auf 3:1-Endstand (84.).

Trainerstimmen:

Steffan Emmerling (Erfurt): "Wir hatten in der ersten Hälfte das eine oder andere Quäntchen Glück. Nach dem Rückstand sind wir gut ins Match zurückgekommen. Das hat meine Mannschaft motiviert. Sie hat an sich geglaubt. Wir hatten heute einen tollen Kampf abgeliefert." | Jens Härtel (Magdeburg): "In das Spiel sind wir gut hineingekommen. Wir besaßen in der ersten Hälfte ein paar gute Möglichkeiten. Doch am Ende fehlte uns das Stück Schärfe. In der 2. Halbzeit gehen wir in Führung. Danach stellen wir uns selten dämlich an, wie wir das Spiel wegegeben haben."

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