Dienstag, 24.10.2017 13:30 Uhr

Beim Bundesliga-Kracher verlor Wetzlar knapp

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Magdeburg, 09.10.2017, 18:56 Uhr
Presse-Ressort von: Ulrich Behrens Bericht 3439x gelesen
Wettkampfszenen Magdeburg - Wetzlar
Wettkampfszenen Magdeburg - Wetzlar  Bild: Eroll Popova

Magdeburg [ENA] Die Mittelhessen von der HSG Wetzlar heizten im Bundesliga-Handball-Spiel ihren Konkurrenten, dem favorisierten SC Magdeburg, kräftig ein und verloren doch mit knapp 29:31-Toren. Gerade in der Endphase des Spiels wichen sie von ihrem spielerischen Konzept ab.

Sie leisteten sich etliche technische Fehler, gehäuft in den letzten 6 Minuten. Sie spielten überhastet. Es traten fehlerhafte Zuspiele auf. In dieser Hinsicht spielten die Elbestädter besonders im Schlußmoment cleverer und zielgerichteter. So urteilte der Chef-Coach der Wetzlaer Kai Wandschneider vor dem Spiel: "Wir wollen dem SCM alles abverlangen und uns so lange es geht, im Spiel halten.

Abwarten, was in der Crunch Time passiert

Dann muss man eben schauen, was so in der Crunch Time passiert!" Und das setzte sein Team weitgehend in der mit etwa 6000 Zuschauern ausverkauften GETEC-Arena um. Die Magdeburger rutschten mit diesem angestrebten Sieg auf den 3. Platz und verbuchten damit den 6. Sieg in dieser noch "jungen" Saison 2017/18. Sie kletterten mit diesen 2 Pluspunkten auf den 3. Tabellenplatz in der Handball-Bundesliga.

Die HSG Wetzlar verharrt auf dem 8. Tabellenplatz

Betrachtet man in den zurückliegenden Jahren die Tabellen-Konstellationen, so hat dieser Rang einen absoluten Seltenheitswert für die Elbestädter. Die HSG verharrt dagegen auf dem 8. Tabellenplatz - also in der oberen Mitte. Als einer der entscheidenden Wurfschützen bei den Elbe-Städtern zeichnete sich Michael Damgaard mit 8 Toren aus. Er netzte auch in der ersten Spielminute als einen "Überraschungs-Effekt" zum 1:0 ein. Doch dann setzte die HSG ihre geballte Deckung gegen die stürmisch angreifenden Kontrahenten ein. Dadurch scheiterten die Gastgeber immer gehäufter in ihren Angriffsbemühungen. Es unterliefen ihnen etliche Fehlpässe. Dadurch lagen die Gäste in der ersten Halbzeit zumeist immer in Front bzw. hielten ein Unentschieden.

Filip Mirkulovski (Wetzlar) mit 6 Toren der Treffer-Held

So erhöhte der HSG-Schütze Filip Mirkulovski auf 9:6 -Toren in der 17. Minute. Er wurde mit 6 Toren insgesamt der erfolgreichste Schütze in der HSG. Insbesondere der Magdeburger Keeper Jannik Green hielt seine Mannschaft immer wieder im Rennen - so wurde er auch dänischer Olympiasieger. Er zeichnete sich bis zum Wechsel durch 9 spektakuläre Paraden aus. Bis zum Schlußpfiff erhöhte er diese Positivbilanz auf 17 Paraden. Damit wurde er gerade in der Endphase des Spiels das Unterpfand für den knappen Gesamtsieg.

Musche beim Torwurf

Nach dem Wechsel wurde das Match verbissen geführt

Bis zur Halbzeit-Pause mit dem 16:16 führten die Gäste in den 30 Minuten 10 Mal. Die entscheidenden Schützen bei ihnen waren Alexander Herrmann, Kasper Kvist und Kristian Björnsen mit insgesamt im Spiel von je 5 Treffern. Nach dem Wechsel erhöhten die Elbestädter das Tempo-Spiel. Es gelangen dabei spektakuläre Gegen- Stoß-Tore. Doch bei dieser Gegenstoßbilanz fielen aber auch die besonders hohen Fehlwürfe ins Gewicht. Nach dem Rückstand in der 43. Minute kam SCM-Athlet Zeljko Musa zum 22:22-Ausgleich. Dann führen die Gäste noch einmal in der 46. Minute mit 25:23-Toren.

Turbulente Endphase und Trainerstimmen

Doch dann schmettert der SCM-Rechts-Außen Robert Weber sein 5. Tor zum 26:26 ein. Dann trifft Nemanja Zelenovic in der 56. Minute zum 29:27 für den SCM. Der Klub läßt sich die Führung bis zum 31:29-Endstand nicht mehr aus der Hand nehmen. | Trainerstimmen: Wetzlars Trainer Kai Wandschneider nach dem Match: "Das war ein Schritt für uns voran. Aber wir brauchen noch Zeit, um bestimmte Dinge einzuspielen." SCM-Trainer Bennett Wiegert: " Wetzlar war hervorragend eingestellt. Wir bekommen einfach zu viele Gegentore. 29 an der Zahl sind zu Hause zu viel."

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