Dienstag, 23.10.2018 03:29 Uhr

Auba ade – BVB vor 81 000 Zuschauern 2:2 gegen Freiburg

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Dortmund, 30.01.2018, 18:11 Uhr
Presse-Ressort von: Ulrich Behrens Bericht 6031x gelesen
Sahin (l.) und Castro (r.) enttäuschten gegen Freiburg
Sahin (l.) und Castro (r.) enttäuschten gegen Freiburg  Bild: Sportfote BVB

Dortmund [ENA] Endlich verlässt der Stürmer-Star Pierre-Emerick Aubameyang, der in den letzten Wochen und Monaten eigenwillig und umstritten im Team von Borussia Dortmund aufgetreten war, seine Mannschaft und zieht in Richtung England zum FC Arsenal. Die Transfersumme beträgt 63 Millionen.

Und dazu kommen noch Bonuszahlungen, so dass die vom BVB geforderte Gesamtsumme von 70 Millionen erreicht wird. Die meisten BVB-Fans und sicher auch etliche Mitspieler trauern diesem unsteten Auba nicht nach. Doch damit verloren die Dortmunder ihren 2. Superstar innerhalb von 6 Wochen. So verließ ja auch Ousmane Dembele Borussia für die stattliche Summe von 148 Millionen. Diese beiden Abgänge reißen natürlich sportlich und spielerisch eine nicht sofort auszufüllende Lücke auf.

Ein 17-jähriges Fußball-Talent für Borussia in Sicht

Die wird sicher auch nicht vollkommen ausgefüllt durch den von Chelsea kommenden schlitzohrigen Stoß-Stürmer Michy Batshuayi. Doch in der englischen Liga scheint er noch nicht angekommen zu sein. Viel wertvoller ist dagegen Sergio Gomez. Er ist erst 17 Jahre alt - ein Kronjuwel -, der auf der linken Seite im Abwehrbereich demnächst spielen könnte. Und außerdem: Er kostet nur drei Millionen und könnte mit zunehmender Zeit ein wichtiger spielerischer Bestandteil von Borussia sein. Trotz Suspendierungen durfte Aubameyang gegen den SC Freiburg wieder mitspielen. Der BVB-Coach Peter Stöger hatte ihn begnadigt. Die Breisgauer erreichten ein 2:2-Unentschieden vor einer imposanten Kulisse von 81 000 Zuschauern im Iduna-Arena-Park von Borussia.

Erster Punktgewinn nach 16 Jahren durch Freiburg in Dortmund

Das bedeutet der 1. Punktgewinn für sie nach 16 Jahren "Abstinenz". Der Freiburger Trainer Christian Streich hatte gegenüber dem 2:1-Sieg gegen Leipzig umdisponiert (2 Mal). Rafart Gikiewisz stand für Schwolow im Tor, und Lucas Kübler ersetzte Stenzel in der Startformation. Der BVB-Trainer Stöger nahm Nuri Sahin und Castro für Weigel und Mario Götze für die Start-Elf. Schon beim Anstoß durch Aubameyang erschallten von den Zuschauerrängen die ersten Pfiffe. Die Borussen wirbelten trotzdem sofort die gegnerische Hintermannschaft auseinander. So erhielt Shinji Kagawa einen Ball von Günther "verwertungsgerecht" zugespielt. Und dieses "Ballgeschenk" netzte er ins gegnerische Tor zum 1:0 ein.

Der Freiburger Nils Petersen erwies sich als Goalgetter

Danach befreiten sich die Breisgauer vom gegnerischen Druck. In der 22. Minute erwischte Nils Petersen den Ball aus dem Mittelfeld und schoss zum 1:1-Ausgleich ein. Die Dortmunder verfielen danach in Lethargie. Es fehlte bei Ihnen die Spritzigkeit und die gezielte Verständigung untereinander. So nimmt es nicht Wunder: Der Borusse Kübler scheiterte frei stehend am Borussen-Keeper Roman Bürki. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Freiburger den Druck durch eine ausgeprägte Laufbereitschaft. Sie verstärkten auch die Arbeit in der Defensive und warteten auf Kontermöglichkeiten.

Nuri Sahin servierte dem Gegner einen eklatanten Fehler

Die Schwarz-Gelben agierten dagegen nur mit langen Bällen. Dann passierte Nuri Sahin ein eklatanter Fehler. Das nutzte der äußerst schnelle Breisgauer Nils Petersen aus. Er schlenzte aus 35 Metern Entfernung den Ball über den weit herausgekommenen gegnerischen Keeper hinweg zum 1:2. Erst in der Nachspielzeit konnte der Borusse Toljan zum 2:2-Endstand einschießen. Dazu äußerte sich der zweifache Torschütze: "Ich bin im Moment gut drauf und weiß aber auch, dass dies sehr schnell wieder anders laufen kann." Der zufriedene Freiburger Trainer Streich: "Das war kein Zufall. Das ist halt Nils. Er schießt nie 10 Meter über den Kasten."

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