Dienstag, 14.07.2020 14:24 Uhr

MIT fordert mehr Investitionen und neue Innenstadtkonzepte

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Magdeburg, 24.06.2020, 17:12 Uhr
Presse-Ressort von: Ulrich Behrens Bericht 3826x gelesen
Galeria Karstadt Kaufhof schließt 62 Filialen
Galeria Karstadt Kaufhof schließt 62 Filialen  Bild: tagesschau.de

Magdeburg [ENA] Die Sorgen durch die Corona-Pandemie haben auch den Mittelstand, besonders auch in Sachsen-Anhalt, erfasst. Das brachte die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU-CSU für Sachsen-Anhalt öffentlich zu Ausdruck. Eine Ursache dafür sind auch die Schließung der Karstadt-Filialen.

Der Landesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung in Sachsen-Anhalt (MIT) Detlef Gürth hat den Verlust innerstädtischer Karstadt-Häuser bedauert. Insbesondere für die Region Dessau-Roßlau sei dies ein herber Rückschlag: “Die Schließungswelle bei Karstadt ist für Deutschlands Innenstädte die sichtbare Spitze eines Eisberges in Kollisionsnähe. Wenn jetzt nicht entschlossen gehandelt wird, droht eine Insolvenz-Welle im Einzelhandel und ein Sterben einst attraktiver Innenstädte”, erklärte Detlef Gürth.

Aktion von Bund, Ländern, Gemeinden u. Wirtschaft gefordert

Er erklärte dazu weiterhin: "Der inhabergeführte Einzelhandel kann dies nicht allein stemmen. Nur eine konzertierte Aktion von Bund, Ländern, Gemeinden und privater Wirtschaft kann dies schaffen. Einzelhandel, Gastronomie, private und öffentliche Dienstleistungen, Kultur und Mobilität müssen online und Präsenzangebote, Effizienz und Wohlfühlatmosphäre zusammen denken. Das ist vor allem eine Herausforderung für die Mittel- und Oberzentren, welche inmitten der Corona-Folgen schnelles, modernes und konzeptionelles Handeln verlangt. Bund und Länder müssen unterstützen." In seiner Kernforderung verlangte er also mehr Investitionen und neue Innenstadtkonzeptionen.

Mittelstand sieht Probleme der angedachten Mehrwertsteuer

In diesem Zusammenhang erhebt der MIT-Landesvorsitzende Detlef Gürth eine Warnung hinsichtlich der Mehrwertsteuerabsenkung. “Ein Kaufanreiz und Konjunkturimpuls zu setzen, ist richtig. Die konkreten Maßnahmen sind aber eher problematisch bis undurchführbar. Der Vorlauf bis zum geplanten Inkrafttreten und die angedachte Dauer von nur 6 Monaten stehen dem eigentlichen Ziel entgegen. Allein die Aufwendungen und Kosten für die Umstellung der Buchungssoftware, Preisauszeichnung, längerfristige Liefer- und Werksverträge sind so hoch. Die Zeit bis zur Umstellung ist zu kurz und die Absenkung für 6 Monate rechtfertigt den Aufwand nicht.”

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