Samstag, 11.07.2020 09:38 Uhr

Gastronomie braucht praxisgerechte Entscheidungen

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Magdeburg, 13.05.2020, 18:43 Uhr
Presse-Ressort von: Ulrich Behrens Bericht 6880x gelesen
Detlef Gürth, Landesvorsitzender der MIT Sachsen-Anhalt
Detlef Gürth, Landesvorsitzender der MIT Sachsen-Anhalt  Bild: cdufraktion.de

Magdeburg [ENA] Detlef Gürth, Landesvorsitzender der MIT Sachsen-Anhalt, fordert im Rahmen der Öffnungen der Gastronomie in der Corona-Krise praxisgerechte Entscheidungen. Detlef Gürth ist Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung in Sachsen-Anhalt.

Er hält die Maßnahmen der Landesregierung zur Öffnung der Schank-Wirtschaft für nicht praktikabel. Die Gastronomie sei nach dem Gewerberecht bereits ein genehmigungspflichtiges Gewerbe. Das heißt, dass die Behörden vor Erteilen einer Schankerlaubnis ohnehin die Eignung für verantwortungsbewußtes Führen des Gastronomiebetriebes prüfen müssen. “Die Kontrolle von fünf 'bekannten Personen' durch den Gastronomen,...

Übergang zum vereinten Anzeigeverfahren

...durch Einzelfachprüfungen und damit die Anzeigepflicht für die Gastro-Öffnungen in Zuständigkeit der Landkreise ist demzufolge praxisfern. Eine Flut von Anträgen können die Landkreise personell überhaupt nicht stemmen. Es ist nicht verständlich, warum man nicht zum vereinfachten Anzeigeverfahren übergeht”, erklärte der Landesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU-CSU, Detlef Gürth. Die MIT fordert ein geordnetes und unbürokratisches Verfahren für alle Hotels und Gastronomiebetriebe.

Restaurants und Hotels in Sachsen-Anhalt können ab 18. Mai öffnen

Dramatische Lage für Gastronomie und Hotels

“Die Lage für die Gastronomie, die Hotels und für die tourismusnahen Dienstleistungen zeigt sich sehr dramatisch. Dem müsse man sich angesichts der überschaubaren Zahlen an Infizierten anpassen. Für uns stellen sich viele Fragen: Weshalb wird den Gastronomen nicht mehr Verantwortung zugetraut? Der DEHOGA hat sich verantwortungsbewusst mit der Erarbeitung eines Hygienekonzeptes eingebracht. Weshalb wird ein besonders aufwändiges Genehmigungs- verfahren verlangt, welches de facto die Wiedereröffnung gastronomischer Betriebe verhindert und den Land- kreisen einen Schwarzen Peter zuweist.

Weshalb wird de facto ein Wettbewerbsnachteil im Existenzkampf Tausender Gastronomen in Sachsen-Anhalt geschaffen? Weshalb gelingt es in Mitteldeutschland nicht, bei vergleichbaren Verhältnissen, ein einheitliches Vorgehen in der Corona-Krise zu realisieren? “ hinterfragt so Detlef Gürth abschließend einschätzend.

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