Montag, 28.09.2020 09:50 Uhr

Kurzfilmpremiere - Rettung eines Zuges mit KZ-Häftlingen

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Magdeburg, 15.08.2020, 17:27 Uhr
Presse-Ressort von: Ulrich Behrens Bericht 4754x gelesen
Beim Dreh von 'Gestrandet' im Studio des Offenen Kanals Magdeburg
Beim Dreh von 'Gestrandet' im Studio des Offenen Kanals Magdeburg  Bild: volksstimme.de

Magdeburg [ENA] Der Kurzfilm “Gestrandet” von Robert Hirschmann erzählt die Rettung eines Zuges mit KZ-Häftlingen und feiert am morgigen Sonntag, um 11.00 Uhr, im Studio-Kino Magdeburg seine Prämiere – unter den üblichen Corona-Auflagen. "Gestrandet" erzählt die Geschichte eines Zuges mit 2400 KZ-Häftlingen,...

...der nach einer mehrtägigen Odyssee im April 1945 in Sachsen-Anhalt, bei Farsleben in der Nähe von Wolmirstedt zum Stehen kommt. Die überlebenden Insassen wurden schließlich von Amerikanischen Streitkräften befreit. “Der mit Unterstützung des Offenen Kanals Magdeburg entstandene Kurzfilm unseres ehemaligen FSJ – Kultur- freiwilligen Robert Hirschmann feiert am morgigen Sonntag, um 11.00 Uhr, im Studio-Kino Magdeburg, seine Prämiere”, erklärte die Leiterin des Offenen Kanals Magdeburg, Bettina Wiengarn.

Projektgruppe "Gestrandeter Zug"

Filmprojekt mit gesellschaftskritischem Hintergrund

“Mit diesem Filmprojekt und seinem gesellschaftskritischem Hintergrund wollen wir Aufmerksamkeit für diese Geschichte, für das Schicksal dieser Menschen gewinnen. Wir wollen gegen das Vergessen arbeiten und erinnern an das, was passiert ist. Mit filmischer Umsetzung erreicht man die Leute ganz anders, und es macht sie vielleicht ja neugierig darauf, auch in ihrer Region nach Geschichten zu suchen,

die vielleicht untergegangen sind”, kommentiert der in Langenweddingen (Börde-Kreis) aufgewachsene 20-jährige Robert Hirschmann die Wahl seines Themas. Robert Hirschmann realisierte die hoch emotionale Geschichte als Silhouetten-Film, der an drei Tagen mit Unterstützung zahlreicher Freunde und Kolleginnen sowie Kollegen aus dem Offenen Kanal im Studio gedreht wurde.

Holger Stahlknecht - Innenminister des Landes Sachsen-Anhalt

Am Sonntag feiert der 15-minütige Film nun seine Prämiere. Bereits im Juni 2020 hatte er den mit 1.500 Euro dotierten 2. Preis beim Kinder- und Jugendkulturpreis des Landes Sachsen-Anhalt gewonnen. Holger Stahlknecht, Innenminister des Landes Sachsen- Anhalt und Unterstützer des Gedenkprojektes, wird ein Grußwort sprechen. Annette Pilz, Leiterin des Museums Wolmirstedt und Mitglied des Fördervereins “Gestrandeter Zug” e.V. wird noch einmal die historischen Zusammenhänge erläutern. Im Studio-Kino von Magdeburg wird also der Film unter den üblichen Corona-Auflagen gezeigt.

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