Montag, 21.08.2017 10:23 Uhr

Grußworte durch Bundespräsident F.- W. Steinmeier

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Wittenberg, 02.06.2017, 03:53 Uhr
Presse-Ressort von: Ulrich Behrens Bericht 7078x gelesen
500 Jahre Reformation
500 Jahre Reformation  Bild: Landeskirche Sachsen-Anhalt

Wittenberg [ENA] An der Geburtsstätte der Reformation richtete kein geringerer als der Bundespräsident Deutschlands , Frank-W. Steinmeier, Grußworte an die 120 000 Gläubigen beim Abschluß-Gottesdienst auf den Festwiesen in Wittenberg. Er würdigte u.a. auch das soziale Wirken der Kirchen...

...mit folgenden sinnträchtigen Worten: "Ohne dieses Wirksam-Sein würde unserer Gesellschaft viel Wärme und Menschlichkeit fehlen." Diese warmen, zum Nachdenken anregenden Worte nahmen Ole und Britta Jakobsson aus Dänemark begeistert auf. Sie klatschten, wie alle andächtig zuhörenden Gäste, spontanen Beifall. "Noch drei Tage zuvor hatten wir an den Kirchentagen in Berlin teilgenommen. Dort haben wir auch den – Stargast – , den ehemaligen Präsidenten der USA, Barack Obama, erlebt". Von Samstag bis Sonntag waren beide auf die Festwiese nach Wittenberg angereist, mit "wohlfühligen" Schlafsäcken.

18 m hohes Fest-Kreuz

“Wir hatten uns gleich ein Schlafplätzchen gesucht – unmittelbar in Nachbarschaft des 18 m hohen "Fest"-Kreuzes, erklärten sie beeindruckt. Sie zeigten sich auch begeistert von den Dimensionen des 40 Hektar großen Festgeländes. "Wir wollten eben wie viele Zehntausende protestantische Christen an der Wiege der Reformation - 500 Jahre Protestantismus – feiern", so argumentierten sie nachdenklich. Sie waren trotz der "kargen" Schlafnacht hellwach – die sehr agil wirkenden Studenten aus ihrem Heimatland Dänemark.

Gespräche über gesellschaftliche Themen

Sie mischten sich auch ein in Gespräche über gesellschaftliche Themen. Diese Thematik griff auch der bayrische Landesbischof in seiner Rede im Abschluß-Gottesdienst auf: "Aktiv werden und sich einmischen, wo die Würde des Menschen bedroht ist und wo die Natur, die uns als Schöpfer Gottes anvertraut ist, zerstört wird." Ganz begeistert zeigten sich davon die beiden Dänen. "Wir gehören zu Hause zu den sogenannten Umwelt-Aktivisten." Doch sie mischten sich auch aktiv direkt auf der Festwiese ein.

Sanitäter, Notversorgung und medizinische Hilfe

Beim eindeutigen Lauschen der Redner fiel eine benachbart stehende, über 70-jährige Frau auf. Sie wankte ein wenig, hielt sich den Kopf mit fahrigen Händen. Sofort eilte Britta herbei, stützte die Frau und gab ihr gleich aus der eigenen Wasserflasche einen Schluck – aus ihrem eisernen Vorrat. Mit der anderen Hand benetzte sie Nacken und Stirn. Ein herbeigerufener Sanitäter nahm gleich eine Notversorgung vor und anschließend den Abtransport ins Krankenhaus.

Die Johanniter versorgten an einem Tag 300 Menschen

Vor der Abfahrt rief der Sanitäter den Umstehenden noch eindringlich zu: "Bei 30 Grad Temperatur müßt ihr intensiv trinken." Insgesamt versorgten die Johanniter 300 Menschen. Die Ursachen: Zum größten Teil waren es kleine Unzulänglichkeiten. Es gab aber auch etliche Festbesucher, die sich, barfuß gehend, in Glasscherben Schnittwunden zugezogen hatten. Für die unzähligen Stunden ihrer Bereitschaft sorgten Polizisten aus ganz Deutschland für die Sicherheit der Festgäste. Dazu gehörten auch Reiterstaffeln aus Sachsen. Zum Abschluss der Veranstaltung, zu Ehrung der 500-jährigen Reformation , erklärte der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Dr. Rainer Haseloff, (63. CDU): "Wir können stolz darauf sein, so etwas hinbekommen zu haben."

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.