Samstag, 24.06.2017 00:17 Uhr

Europas größte Robotik-Veranstaltung

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Magdeburg, 10.05.2017, 18:26 Uhr
Presse-Ressort von: Ulrich Behrens Bericht 7552x gelesen
RoboCup German open 2017
RoboCup German open 2017  Bild: Andreas Lander

Magdeburg [ENA] Tausende Besucher strömten zu Europas größter Robotik-Veranstaltung in die Messehallen auf dem Ex-BUGA-Gelände von Magdeburg. Das war eine gigantische Veranstaltung. An ihr nahmen 200 Mannschaften aus 13 Ländern teil. Es kämpften nationale und internationale Teams im Wettbewerb gegeneinander.

Die 1000 Teilnehmer machten diesen RoboCup- Vergleich zur größten "Robotik"-Veranstaltung Europas. Natürlich standen gerade bei den Jugendlichen u.a. die kleinen fußballspielenden Technik-Gebilde mit menschlicher "Figurierung" im Mittelpunkt. "Die spielen mit dem Ball fast so gut wie ich, und sie treffen auch die Tore", begeisterte sich der 12-jährige Hannes Löschner als Besucher aus Berlin vor seinen mitgereisten Klassenkameraden.

Die übertrafen sich noch mit ihren Begeisterungs- rufen und anderen spontanen Beifallsbekundungen. Doch die Veranstaltungsleiter verwiesen darauf, dass diese putzig aussehenden Roboter-"Kerlchen" auch als Such-, Service- und Rettungsroboter eingesetzt werden. "So finden sie zunehmend auch Verwendung bei Katastrophen: Z.B. in unzulänglichen Erdbebengebieten als Suchroboter", äußerte sich ein Standbetreuer.

Zunehmende Verwendung der Roboter für industrielle Hilfen

Doch er verwies darauf, dass sie immer häufiger und differenzierter als industrielle Hilfen Anwendung finden. So wurden auf der Hannover-Messe selbstlernende Roboter gezeigt. Sie können sich der Arbeitsgeschwindigkeit und dem Verhalten des Menschen besonders in Produktionsprozessen anpassen, um unterstützend zu wirken. "Der Roboter lernt vom Roboter, aber es ist immer der Mensch, der ihm sagt, welche Aufgaben zu erledigen sind."

Der Roboter lernt vom Roboter

Bei dieser Veranstaltung gab es eine Einteilung nach bestimmten Klassen an RoboterCup-Teams. So war die Major-Klasse am meisten beachtet. Dort waren insgesamt 40 Teams aus 13 Ländern am Start. So u.a. aus Japan, England, Frankreich und der Schweiz. Im Junioren-Wettbewerb wetteiferten sogar 178 Teams um die Urkunden. Eine der weltbekanntesten Mannschaften kommt übrigens aus Bremen. Seit dem Jahre 2009 nimmt dieses Team, das den Namen B-Human trägt, an Robo-Cup-Wettbewerben, wie auch diesmal mit Erfolg, in der Standard- Plattform League teil.

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Vier Mal Weltmeister und neun Mal Deutscher Meister

Sie wurden seit 8 Jahren Deutscher Meister oder Europa-Meister, außerdem hat dieses Teams 4 Mal den Titel als Weltmeister errungen. Neben den vielseitig interessanten Team-Vergleichen gab es auch auf dieser RoboCup – Veranstaltung verschiedene Rahmenprogramme. So bot die Universität Magdeburg den Besuchern Möglichkeiten, Lego-Roboter selbsttätig aufzubauen. Außerdem gab es Angebote, an 3-D-Drucker-Kursen teilzunehmen.

"Nach 2 Stunden Pedal-Treten war ich KO"

Die Elektronikstudenten der Hochschule Stendal stellten ein speziell präpariertes Fahrrad vor. Darauf demonstrierten sie, wie mechanische Energie in Strom umgewandelt wird. Besucher, die sich darin versuchten, Pedalen in ständigem Rhythmus zu treten, kamen mehrfach extrem ins Schwitzen. So fiel Hugo Strahler nach 2 Stunden Pedal-Treten fast vom Sattel. "Das hätte ich nicht gedacht, wieviel menschliche Muskelkraft und Gesamtkondition man braucht, um fast eine Kilowatt-Stunde-Strom zu erzeugen", erklärte er kurzatmig. An diesen Tagen kamen also nicht nur Technik-Freaks auf ihre Kosten, sondern die Besucher erlebten auch viel Freude, die oftmals in Begeisterung umschlug, wenn ein kleiner "Roboter-Knirps" sein Tor schoss.

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